Wie ein Rahmen entsteht: von der Rohrkiste bis zur Rahmennummer

Ein Allrad-Rahmen braucht etwa 14 Arbeitsstunden, verteilt auf eine Woche. Hier ist, was in dieser Zeit passiert.
Am ersten Tag werden die Rohre auf Gehrung gefräst: Jedes Rohr bekommt an den Enden die Form des Rohrs, auf das es trifft. Bei Muffenverbindungen muss das auf einen Zehntelmillimeter passen, sonst füllt das Lot den Spalt nicht sauber. Dann wird das Rahmendreieck in der Lehre fixiert und geheftet.
Der zweite Tag ist Löten. Muffen werden mit Messinglot bei etwa 900 Grad gelötet, die Fillet-Verbindungen am Steuerrohr mit Bronzelot aufgebaut und anschließend von Hand verschliffen, bis der Übergang unsichtbar ist. Danach kühlt der Rahmen langsam ab und wird am nächsten Tag auf der Richtplatte vermessen. Toleranz: ein halber Millimeter über die gesamte Länge.
Dann Hinterbau, Anlötteile, Gewindeschneiden, Sandstrahlen und ab zur Pulverbeschichtung nach Greven. Zurück in der Werkstatt werden Steuersatz und Innenlager eingepresst, die Rahmennummer geschlagen und das Rad aufgebaut. Jede Nummer steht mit Rohrcharge, Datum und Maßen in unserem Buch.